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"Crazy Job" Analyse
Dienstag, 9. August 2011


Tom's "Crazy Job" Chronik
Die IG-Gatsch kann sehr zufrieden sein mit der "Six Das Crazy Job 2011". Am Papier hat IG-Gatscher Tom Jiresch mit einem 13. Platz in der Standard- (= Hobby-) Klasse ein mehr als respektables Ergebnis eingefahren. Passt! Doch Tom Jiresch ist auch Zeuge denkwürdiger Vorfälle gewesen, die von fern betrachtet unterhaltsam - aus der Nähe des Betroffenen nicht einmal mehr halb so lustig sind. Das "Crazy Job Logbuch" des Tom Jiresch beweist, dass das mit dem "Crazy" heuer sehr ernst genommen wurde.

Ganz zu Beginn denkt man sich ja noch nichts, wenn Organisator Joro Hadjiev ganz offenbar Probleme mit den Zimmerreservierungen hatte. Je später man angreist ist, desto sicherer wurde man in einem anderen als dem erwarteten Hotel untergebracht. Am Ende war das Fahrerfeld ziemlich über die Stadt verteilt. Das hatte permanentes Pendeln zwischen Fahrerlager und Hotel zur Folge. Ist nie richtig optimal geworden. Doch man improvisiert und letztendlich war's in Ordnung.

IG.G-Rider Tom Jiresch: "Platz 8 im Prolog und ein paar starke Fahrtage"

Am ersten Offroadtag aber haben sich einige Schwächen zu einem etwas fragwürdigen Gesamtbild addiert. Für die erste Schwäche kann die Rallye-Organisation jedoch nichts: sowohl bei mir als auch meinem Teampartner Michael Zinnagl ist dem hinteren Schlauch die Luft ausgegangen - danach bliesen wir zur Aufholjagd, was in diesem herrlichen Enduro-Terrain wirklich viel Spaß macht. Als wir das Hauptfeld rund um Kettner, Pexa & Co wieder eingeholt hatten, ging es in bester "Romaniacs"-Manier auf so manch kernigen Gipfel rund um Stara Zagora. Dass sich meine Kette hier kurz einmal verfressen hatte, wog nicht so schwer wie der strömende Regen, der den angekündigten Tankstopp noch dringender werden ließ. Als wir 13 dort aber ankamen - war da nix. Kein Mobiltelefonempfang, keine Seele und vor allem keine Tankgelegenheit! Spätestens hier sind uns die heuer ganz offensichtlichen Organisationsprobleme mit einem Schlag vor Augen geführt worden. Und die resultieren augenscheinlich aus der Tatsache, dass Organisator Joro Hadjiev offenbar sein Organisationsteam abhanden gekommen ist. Bis auf einige wenige. Eine Rallye also fast als One-Man-Show. Und da kann es - was zum Beispiel unseren Nicht-Tankpunkt betrifft - schon passieren, dass man kaum Übersicht hat und auf gleich 13 Rider vergisst!

Das Bulgarische Abenteuer hat heuer viele Gründe für Diskussionen geboten.

Die Konsequenz für diese 13 war ein abenteuerlicher Ritt durch's Gebüsch, der uns schließlich zu einer Tankstelle, einer Jause und mit einem selbst organisierten Supportbus nach Hause brachte. Andere hatten weniger Glück: wir haben von einigen zurückgelassenen Bikes, kilometerlangen Fußmärschen und einer gelinde gesagt brüchigen Rescue-Kette gehört. Ralph Pariasek zum Beispiel sollte man bis auf Weiteres nicht auf diesen ersten Offroad-Tag in Bulgarien ansprechen….

Teampartner: Tom Jiresch (vorne) und Michael Zinnagl (hinten).

Da der erste Offroad-Tag derart viele Opfer gefordert hatte, wurde der Ruhetag vorgezogen. Doch auch der zweite Offroad-Tag ist nicht ohne Probleme abgelaufen. Denn etwa ein Viertel der Standard- (= Hobby-) Fahrer mit Garmin-GPS neuester Generation hat statt des Hobby- den Expert-Track aufs Gerät bekommen. Am Abend gab es deswegen einige Diskussionen und viele offene Fragen, die im Grunde offen geblieben sind, da die Rennleitung abwesend und auch sonst kommentarlos blieb. Diese Art der "Organisation by Personalmangel" birgt natürlich auch weit ernstere Konsequenzen. Denn für uns sind kaum Sicherheits- oder Rescuevorkehrungen bemerkbar gewesen. Sollte entsprechendes für Unfälle vorgesehen/vorbereitet gewesen sein, so war das ein gut gehütetes Geheimnis, das uns Fahrern nicht bekannt war.
IG.G-Rider Tom Jiresch schreibt einige Punkte auf die "ToDo-Liste" der "Crazy Job".

Unterm Strich ist die "Six Das Crazy Job 2011" die gewohnt wunderschöne und lässige Enduro-Woche gewesen, die man aus den vergangenen Jahren kennt, wenn - ja wenn man keinerlei technische Probleme oder Sturzfolgen zu bewältigen hatte. Ist man aber in Schwierigkeiten gekommen, so war man sehr allein und meist auf sich allein gestellt. Insgesamt muss man Veranstalter Joro Hadjiev also dringend ans Herz legen, die Probleme der diesjährigen Rallye zu lösen, die Kritik ernst zu nehmen und das Rennen wieder zu dem zu machen, wofür es bekannt ist: eine für jeden geübten Hobbyfahrer bewältigbare Rallye in wunderschöner Landschaft, auf perfekten Tracks, mit professioneller Organisation. (tom jiresch)     

IG.G-STORY: "Gelungener Mix aus Härte und Organisationschaos"

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